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Credit: Adam Kenton
Berlin, 01. September 2026

IFA-Listicle: 7 Trends, die dein Wohnzimmer 2026 smarter machen

Berlin, 01. September 2026 – Fernseher, Lautsprecher und Konsole waren gestern getrennte Geräte. 2026 werden sie zu einem System, das mitdenkt, mithört und sich dem Zuhause anpasst. Auf Basis aktueller Entwicklungen der Unterhaltungselektronik-Branche hat die IFA Berlin (www.ifa-berlin.com) die wichtigsten Trends zusammengestellt, die den Home-Entertainment-Bereich prägen:

  1. KI-gestützte Bildoptimierung
    Künstliche Intelligenz übernimmt die Bildoptimierung beim Fernsehen in Echtzeit. Möglich wird das durch eigene KI-Chips (NPUs), die inzwischen in vielen aktuellen Fernseher- und Smartphone-Prozessoren fest verbaut sind. Diese führen die Bildanalyse direkt auf dem Fernseher durch, ganz ohne Cloud-Anbindung. Sie erkennen Inhalte automatisch, skalieren Auflösungen intelligent hoch und passen Kontrast, Farben und Bewegtbildschärfe an Filmszene und Umgebungslicht an. Besonders relevant wird dies bei komprimierten Streaming-Inhalten. Durch die Echtzeit-Nachbearbeitung der neuen Fernseher wirkt das Bild  deutlich hochwertiger als das Rohsignal des Streaming-Dienstes.

  2. Faltbare und rollbare Fernseher
    Faltbare Bildschirme sind längst nicht mehr auf Smartphones beschränkt. Displayhersteller haben in den vergangenen Jahren spürbare Fortschritte bei Falt- und Rollmechanismen sowie bei der Haltbarkeit flexibler OLED-Panels gemacht, die in früheren Generationen schneller Gebrauchsspuren zeigten. Erste rollbare Fernseher sind bereits auf dem Markt, bleiben aufgrund der aufwendigen Mechanik aber vorerst ein Nischen- und Premiumprodukt.

  3. Spatial Audio als Standardtechnologie
    Räumlicher Klang entwickelt sich vom Premium-Feature zur Selbstverständlichkeit. Möglich macht das die wachsende Verbreitung objektbasierter Audioformate wie Dolby Atmos. Hier bekommt jedes Klangelement eine feste Position im Raum zugewiesen, statt einfach nur einem Lautsprecherkanal. Kompakte Soundbars und Kopfhörer übersetzen diese Positionsdaten inzwischen auch ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher in ein überzeugendes Klangerlebnis: Soundbars lenken einen Teil des Schalls über nach oben gerichtete Treiber gezielt an die Decke. Von dort kommt er reflektiert beim Hörer an und erzeugt so den Eindruck von Höhe.

  4. Die neue Bildgeneration: MicroLED
    MicroLED-Technologie ist der Nachfolger von OLED und LCD. Selbstleuchtende Mikro-Dioden ermöglichen extrem hohe Helligkeit, satte Kontraste und eine lange Lebensdauer ohne das bei OLED bekannte Einbrennrisiko. Die größte Herausforderung bleibt die Fertigung: Millionen winziger Dioden müssen präzise platziert werden. Aufgrund dessen ist die Technologie bislang vorwiegend im hochpreisigen und professionellen Segment verfügbar. Modulare Panel-Ansätze sollen künftig helfen, auch größere Formate kostengünstiger zu produzieren.

  5. Verschmelzung von Streaming und linearem Fernsehen
    Die Grenzen zwischen klassischem TV-Programm und Streaming-Diensten verschwimmen. Smart-TV-Betriebssysteme wie Google TV, webOS oder Tizen bündeln lineare Sender, Mediatheken und Abo-Plattformen in einer einzigen Oberfläche. Zusätzlichen Schub bekommt diese Entwicklung durch kostenlose, werbefinanzierte Streaming-Kanäle (FAST-Channels), die klassisches lineares Fernsehen im Streaming-Format nachbilden und in den vergangenen Jahren deutlich an Reichweite gewonnen haben.

  6. Vernetzte Systeme für die private Entertainment-Zentrale
    Fernseher, Lautsprecher, Streaming-Boxen und Smart-Home-Geräte lassen sich immer enger miteinander verbinden. Einen wesentlichen Anteil daran hat der Smart-Home-Standard Matter, der Geräte unterschiedlicher Marken erstmals herstellerübergreifend zuverlässig zusammenarbeiten lässt. Nutzer steuern Beleuchtung, Klima und Unterhaltungselektronik dadurch zentral über eine einzige App oder per Sprachassistent.

  7. Lifestyle-Fernseher werden zum Gemälde
    Es gibt eine immer größere Nachfrage nach Unterhaltungselektronik, welche nicht als solche erkennbar ist und sich nahtlos in den Wohnraum einfügt. Lifestyle-Fernseher setzen beispielsweise auf matte, entspiegelte Displayoberflächen und eingebaute Lichtsensoren, die Helligkeit und Farbton des angezeigten Motivs automatisch an die Raumbeleuchtung anpassen. Der Bildschirm kann im Stand-by-Modus Bilder darstellen, und sieht dabei wie ein echtes gerahmtes Bild, statt wie eine schwarze Fläche an der Wand aus.

 

Live erleben lassen sich viele dieser Entwicklungen auf der IFA 2026 vom 4. bis 8. September in Berlin. Hersteller aus aller Welt präsentieren dort ihre neuesten Geräte und Technologien, vom Smartphone-Display über Gaming und Streaming bis hin zum Heimkino, und geben einen Ausblick auf die Zukunft des Home-Entertainments.

Über IFA

Die IFA Berlin ist das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances sowie Future Tech und feiert über ein Jahrhundert Innovation. Seit 1924 ist die IFA Berlin die führende globale Plattform, auf der Technologieführer, Innovatoren und Branchenexperten zusammenkommen, um bahnbrechende Produkte zu präsentieren und die Zukunft der Unterhaltungselektronik und Home Appliances zu gestalten. Die Veranstaltung findet jedes Jahr im September in Berlin statt.

Weitere Informationen zur IFA Berlin 2026: www.ifa-berlin.com/de/

Hier gibt es IFA auf die Ohren (IFA Podcast “Viva la IFA”): open.spotify.com

 
Desiree Engel
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