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Credit: Foto: Peter Rigaud / DER SPIEGEL
Potsdam, 15. August 2023

Olaf Scholz an der Gisma University of Applied Sciences in Potsdam: Sprachbarriere abbauen, um internationale Talente für Deutschland zu gewinnen

Auf einen Blick

  • Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte im Rahmen seiner Sommerreise die Gisma University of Applied Sciences in Potsdam
  • Mit Studierenden und Hochschulpartnern diskutierte er die Herausforderungen für internationale Fachkräfte in Deutschland 
  • Die größte Hürde sei die Sprachbarriere – insbesondere in deutschen Personalabteilungen

 

Potsdam, 15. August 2023 – Vergangene Woche hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) seine Wahlkreis-Sommerreise gestartet. Heute diskutierte er bei einem Besuch der Gisma University of Applied Sciences in Potsdam mit Studierenden, Professoren und Hochschulpartnern zu den Themen Fachkräftemangel und Nachwuchsförderung. Dabei wurden vor allem die Herausforderungen für internationale Talente in Deutschland thematisiert: Deutschkenntnisse werden sowohl bei vielen Unternehmen als auch im Alltag oftmals vorausgesetzt, obwohl sie für den Beruf nicht zwingend notwendig sind. Das halte viele internationale Fachkräfte davon ab, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. 

Stefan Stein, Präsident der Gisma University of Applied Sciences, resümiert den Besuch des Kanzlers: „Wir freuen uns sehr, dass sich der Bundeskanzler die Zeit genommen hat, unsere Hochschule zu besichtigen und mit unseren Studierenden und uns über Lösungsansätze zum Fachkräftemangel  diskutiert hat. Als internationale Hochschule haben wir auch internationale Lösungsvorschläge: Deutschkenntnisse dürfen nicht mehr länger Einstellungskriterium Nummer eins sein. In unserer heutigen globalisierten Welt ist es überholt, einer hochqualifizierten Fachkraft abzusagen, weil sie nur Englisch spricht. Die deutsche Start-up-Szene macht es vor: Die Teams sind international aufgestellt, Büro- und Geschäftssprache ist Englisch, Deutsch wird als ein ‘Plus’ gesehen. Auf der anderen Seite stehen die traditionellen deutschen Unternehmen – vom Mittelständler bis zum alteingesessenen Konzern – die immer noch nicht wahrhaben wollen, dass Arbeitskräftemigration der einzige Weg ist, die Fachkräftelücke nachhaltig zu schließen. Zumal Deutschkenntnisse auch nicht nötig sind, um beispielsweise in den Bereichen KI, Software-Engineering und Data Science, einwandfreie Arbeit zu leisten. 

Darüber hinaus fühlen sich Umfragen zufolge viele ausländische Fachkräfte in Deutschland nicht wohl: Es sei schwer für sie, in Deutschland Fuß zu fassen und Freundschaften zu schließen.  Hier müssen wir gemeinsam als Gesellschaft internationaler werden, um gemeinsam das Problem des Fachkräftemangels anzugehen. Denn wir können es uns einfach nicht leisten, die talentierten Fachkräfte, die wir hier in Deutschland ausbilden, wieder ans Ausland zu verlieren.” 

Bundeskanzler Olaf Scholz kommentiert: „Es war sehr interessant, wie viele internationale Studierende nach Deutschland an diese Potsdamer Hochschule kommen und auch in Deutschland später arbeiten möchten. Das bekräftigt uns als Bundesregierung, dass unsere politischen Maßnahmen greifen. Wir wissen, Deutschland darf für seinen wirtschaftlichen Wohlstand nicht nur auf die vielen Fachkräfte aus der Europäischen Union zurückgreifen. Wir müssen weiterhin Talente anziehen, die aus aller Welt zu uns kommen, um dann später auch in Deutschland Karriere zu machen. Das ist wichtig und notwendig für unser Land.” 

Über Gisma University of Applied Sciences

Die Gisma University of Applied Sciences ist eine staatlich anerkannte private Hochschule mit Standorten in Potsdam und Berlin. Studierende und Lehrende aus mehr als 90 Nationen bringen globale Perspektiven in die Programme in Management, Leadership, Data Sciences, Künstliche Intelligenz und Software Engineering ein. Die Lehre verbindet akademische Forschung mit Praxiserfahrungen von Führungskräften und Unternehmer*innen. Ziel der Hochschule ist es, Studierende auf die Managementpraxis in einer komplexen, sich wandelnden Welt vorzubereiten und Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen.Die Gisma pflegt aktive Karrierepartnerschaften mit führenden Unternehmen wie Zalando, eBay, SAP sowie Amazon und ist Mitglied der SAP University Alliances. Pro Jahr trägt sie rund 126,5 Millionen Euro zur Wirtschaftsleistung in Berlin-Brandenburg bei (BSIS). Über 74 Prozent der Absolvent*innen bleiben in der Region, und mehr als 15 von Studierenden und Alumni gegründete Start-ups haben bislang über 120 Arbeitsplätze geschaffen.Im Jahr 2025 wurde die Gisma als eine von nur zwei Hochschulen in Deutschland mit dem renommierten BSIS Impact Label der EFMD ausgezeichnet, das ihre messbare gesellschaftliche, wirtschaftliche und akademische Wirkung bestätigt. Alle Studiengänge sind staatlich anerkannt und durch die FIBAA sowie den Akkreditierungsrat akkreditiert. Die Gisma ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Hochschuleinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden in Deutschland, Europa und weltweit. www.gisma.com | www.gusgermany.com

 
Julia Fiechtner
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