Tonka

Credit: Shridhar Gupta
Potsdam, 02. August 2025

Start-up-Atlas 2025: Diese Länder und Städte ziehen Gründer*innen weltweit an

Auf einen Blick

  • Gisma University of Applied Sciences untersucht, in welchen Ländern und Städten seit Mitte 2024 am meisten Start-ups gegründet wurden
  • USA an der Spitze – mit deutlichem Abstand vor China, Großbritannien und Deutschland
  • San Francisco ist die weltweite Start-up-Hauptstadt – London und Paris sind die einzigen europäischen Städte in den Top 10

Potsdam, 02. August 2025 – Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den 20 größten Städten in Deutschland zwischen 2022 und 2024 von 4.515 auf 10.107 Fälle anstieg, stellt sich umso dringlicher die Frage: Wo entstehen überhaupt noch zukunftsfähige, finanzierte Start-ups? Um dieser Frage nachzugehen, hat die private Wirtschaftshochschule Gisma University of Applied Sciences eine neue Untersuchung auf Basis der Crunchbase-Datenbank durchgeführt. Berücksichtigt wurden alle Unternehmen, die zwischen dem 8. Mai 2024 und dem 10. Juni 2025 gegründet wurden und seither eine Finanzierung von mindestens einer Million Euro erhalten haben (inklusive der Startfinanzierungssumme).

USA und China führen das Länderranking an
Die Vereinigten Staaten sind das dominierende Gründungsland für Start-ups. Insgesamt haben 267 der analysierten Unternehmen dort ihren Hauptsitz, das entspricht etwa 46,3 Prozent aller betrachteten Gründungen. Auf Platz zwei folgt China mit knapp 38 Start-ups und einem Anteil von rund 6,6 Prozent. Großbritannien (32) kommt auf circa 5,5 Prozent, Indien (21) auf 3,6 Prozent und Deutschland (11) auf 1,9 Prozent. Auch Frankreich (11), Kanada (8), Singapur (8) und die Vereinigten Arabischen Emirate (8)  zählen zu den aktiveren Start-up-Standorten weltweit.

San Francisco bleibt globaler Hotspot
Auf Stadtebene bestätigt sich das bekannte Bild: San Francisco mit dem nahe gelegenen Silicon Valley und seiner Top-Infrastruktur bleibt das weltweit bedeutendste Zentrum für Start-ups. 53 der über 500 untersuchten Unternehmen sind dort angesiedelt. Auch New York mit 32 Start-up-Hauptsitzen und London mit 25 Gründungen zeigten in den letzten Jahren eine hohe Konzentration an unternehmerischer Aktivität. Dahinter folgen Palo Alto (15), Los Angeles (12), Paris (10) und Singapur (8).

Deutschland im europäischen Spitzenfeld
Mit 11 registrierten Start-up-Gründungen teilt sich Deutschland im europäischen Vergleich mit Frankreich den zweiten Platz hinter Großbritannien. Innerhalb Deutschlands ist Berlin (4) der wichtigste Standort für junge Unternehmen mit hoher Finanzierung. Auch München (2) und Hamburg (2) ordnen sich im erweiterten Städtevergleich ein und unterstreichen die Bedeutung Deutschlands als attraktiver Start-up-Standort.

„Die USA geben weiterhin unangefochten den Takt in der globalen Start-up-Szene vor – mit Innovationskraft, Kapital und einem ungebremsten Gründergeist. Europa? Kämpft nach wie vor mit Bürokratie, Risikoaversion und einem Flickenteppich nationaler Regeln. In Berlin, Paris oder London tut sich zwar einiges – aber das Tempo reicht nicht. Wenn Europa nicht dauerhaft abgehängt werden will, braucht es mehr als Förderprogramme und Symbolpolitik. Es braucht eine echte Gründerkultur – mit mutigen Entscheidungen, auch in der öffentlichen Auftragsvergabe. Deutschland hätte mit seinem internationalen Image, seiner Wirtschaftsstärke und seiner Technologiebasis alle Voraussetzungen, im globalen Start-up-Wettbewerb ganz vorne mitzuspielen – aber wir nutzen dieses Potenzial nicht. Zu oft bremsen Steuerpolitik, Regulierungen und langwierige Prozesse den Innovationsdrang aus. In den USA fließt das Kapital schneller, Talente finden schneller ihren Platz – genau da müssen wir ansetzen. Als Gisma verstehen wir uns nicht nur als akademische Institution, sondern als Key Player, der mitgestaltet, mitredet und sich einmischt – damit Deutschland aus dem Start-up-Mittelfeld an die internationale Spitze aufschließen kann“, sagt Prof. Dr. Peter Konhäusner, Vizepräsident und Professor für Digitales Unternehmertum an der Gisma University of Applied Sciences.

Über die Untersuchung
Die Datengrundlage umfasst 577  Unternehmen aus der Crunchbase-Datenbank, die zwischen dem 8. Mai 2019 und dem 8. Mai 2024 gegründet wurden und zum Zeitpunkt der Erhebung eine Finanzierung von mindestens einer Million Euro erhalten haben. Analysiert wurden die Hauptsitz-Standorte dieser Start-Ups, ausgewertet nach Ländern und Städte.

Über Gisma University of Applied Sciences

Die Gisma University of Applied Sciences ist eine staatlich anerkannte private Hochschule mit Standorten in Potsdam und Berlin. Studierende und Lehrende aus mehr als 90 Nationen bringen globale Perspektiven in die Programme in Management, Leadership, Data Sciences, Künstliche Intelligenz und Software Engineering ein. Die Lehre verbindet akademische Forschung mit Praxiserfahrungen von Führungskräften und Unternehmer*innen. Ziel der Hochschule ist es, Studierende auf die Managementpraxis in einer komplexen, sich wandelnden Welt vorzubereiten und Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen.Die Gisma pflegt aktive Karrierepartnerschaften mit führenden Unternehmen wie Zalando, eBay, SAP sowie Amazon und ist Mitglied der SAP University Alliances. Pro Jahr trägt sie rund 126,5 Millionen Euro zur Wirtschaftsleistung in Berlin-Brandenburg bei (BSIS). Über 74 Prozent der Absolvent*innen bleiben in der Region, und mehr als 15 von Studierenden und Alumni gegründete Start-ups haben bislang über 120 Arbeitsplätze geschaffen.Im Jahr 2025 wurde die Gisma als eine von nur zwei Hochschulen in Deutschland mit dem renommierten BSIS Impact Label der EFMD ausgezeichnet, das ihre messbare gesellschaftliche, wirtschaftliche und akademische Wirkung bestätigt. Alle Studiengänge sind staatlich anerkannt und durch die FIBAA sowie den Akkreditierungsrat akkreditiert. Die Gisma ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Hochschuleinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden in Deutschland, Europa und weltweit. www.gisma.com | www.gusgermany.com

 
Julia Fiechtner
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