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Credit: Kevin Ku
Potsdam, 08. Oktober 2025

Deutschlands Hochschulen im Vergleich: Wo internationale Studierende wirklich studieren

Auf einen Blick

  • Die Gisma University of Applied Sciences hat 681 Hochschulen mit über 2,8 Millionen Studierenden untersucht, darunter alle verfügbaren Daten zu Nationalität, Fachrichtung, Studienform und Hochschulart
  • Informatik ist das beliebteste Studienfach unter internationalen Studierenden, noch vor BWL und Elektrotechnik
  • Internationale Studierende machen an einzelnen Hochschulen über 98 Prozent der Gesamtstudierenden aus

Potsdam, 08. Oktober 2025 – Wo in Deutschland studieren internationale Studierende am liebsten? Welche Studiengänge sind besonders gefragt? Und welche Hochschulen zeichnen sich durch einen besonders hohen Ausländeranteil aus? Eine aktuelle Analyse der Gisma University of Applied Sciences (www.gisma.com) gibt detaillierte Einblicke in das Studienverhalten internationaler Studierender in Deutschland.

Mehrheit der Studierenden an öffentlichen Hochschulen
In Deutschland gibt es derzeit 681 Hochschulen, davon 455 öffentlich und 226 privat. Der Großteil der Studierenden ist an staatlichen Einrichtungen eingeschrieben: 2.484.915 Personen, davon 434.844 internationale Studierende. An privaten Hochschulen studieren 379.207 Personen, darunter 57.243 aus dem Ausland.
Der Anteil internationaler Studierender liegt an öffentlichen Hochschulen bei 17,50 Prozent, an privaten bei 15,10 Prozent. Insgesamt verteilen sich rund 87 Prozent aller Studierenden auf öffentliche Hochschulen.

Hochschulen mit besonders hohem Anteil internationaler Studierender
Betrachtet man den prozentualen Anteil internationaler Studierender, zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen einzelnen Hochschulen. Die German International University Berlin (privat) verzeichnet einen internationalen Anteil von 100 Prozent. Direkt dahinter folgen die Gisma University of Applied Sciences (privat) mit 98,85 Prozent sowie die University of Europe for Applied Sciences Potsdam (privat) mit 98,84 Prozent. Auch die staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaft Ansbach in Feuchtwangen erreicht mit 97,63 Prozent einen Spitzenwert.

Am unteren Ende der Skala stehen vor allem Hochschulen mit verwaltungsbezogenem Fokus: Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl, die FH für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Meißen sowie weitere ähnliche Einrichtungen weisen jeweils einen Ausländeranteil von 0 Prozent auf.

Die größten Hochschulen nach Studierendenzahl
Die IU Internationale Hochschule ist mit 105.984 Studierenden die größte Hochschule Deutschlands und eine private Einrichtung. Es folgen die Fernuniversität Hagen mit 63.410 Studierenden sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München mit 49.604. Die Technische Hochschule Aachen (45.113) weist unter den größten Hochschulen mit 33,98 Prozent ebenfalls einen besonders hohen Anteil von Studierenden aus dem Ausland auf.

Informatik und BWL besonders gefragt
Insgesamt ist Betriebswirtschaftslehre das beliebteste Studienfach in Deutschland: 229.753 Studierende haben sich dafür eingeschrieben. Es folgen Informatik (152.471) und Medizin (117.916). Bei internationalen Studierenden liegt jedoch Informatik mit 45.279 Studierenden auf Platz eins, vor BWL (35.102) und Elektrotechnik/Elektronik (23.851).
Fächer mit besonders hohen Anteil von Studierenden aus dem Ausland sind Mikroelektronik (91,30 Prozent), Neugriechisch (75 Prozent) und Byzantinistik (74,36 Prozent). Bei deutschen Studierenden dominieren BWL, Informatik und Psychologie.

Frauen- und Männeranteile: Große Unterschiede je nach Hochschule
Die IU Internationale Hochschule zählt mit 8.845 die meisten internationalen Studentinnen. Auch an der Universität München (5.751) und der Freien Universität Berlin (5.315) sind besonders viele ausländische Frauen eingeschrieben.
Internationale Männer studieren am häufigsten an der Technischen Hochschule Aachen (10.606), gefolgt von der IU (7.722) und der Technischen Universität München in Garching (7.552). Der Männeranteil liegt an technischen Hochschulen deutlich über dem Durchschnitt, etwa bei 75,17 Prozent an der TU München.
Geht man von dem prozentualen Anteil der internationalen Studentinnen aus, liegt die Hochschule Trier in Idar-Oberstein mit 69,64 Prozent auf Platz eins. Auch an dem Bard College Berlin (62,94 Prozent) und der Internationalen Hochschule SDI München (57,95 Prozent) sind besonders viele ausländische Frauen eingeschrieben.

“Deutschland ist für internationale Studierende eines der attraktivsten Ziele und unsere Analyse zeigt, warum: Informatik und BWL ziehen Talente aus aller Welt an, wobei private Hochschulen hier oft mit innovativen Studienformaten vorangehen. Gleichzeitig zeigt sich, dass gerade spezialisierte Fächer wie Mikroelektronik oder Byzantinistik überdurchschnittlich viele internationale Studierende anziehen, oft wegen einzigartiger Forschungsangebote oder gezielter Förderprogramme. Entscheidend ist aber auch, dass Hochschulen Orte des kulturellen Austauschs bleiben. Ein hoher Anteil internationaler Studierender schafft wertvolle Brücken zwischen globalen Perspektiven und deutscher Sprache, Kultur und Arbeitsweise. Damit aus ihnen die Fachkräfte von morgen werden, müssen öffentliche und private Hochschulen gemeinsam Verantwortung übernehmen – für exzellente Studienbedingungen, gelebte Integration und enge Anbindung an den deutschen Arbeitsmarkt“, sagt Prof. Dr. Ramon O’Callaghan, Präsident der Gisma University of Applied Sciences.

Methodik
Für die Analyse wurden sämtliche deutsche Hochschulen mit verfügbaren Zahlen zur Studierendenanzahl und Staatsangehörigkeit ausgewertet. Berücksichtigt wurden 681 Hochschulen mit über 2,8 Millionen Studierenden (Stand: September 2025), darunter 57.243 internationale Studierende an privaten und 434.844 an öffentlichen Hochschulen. Untersucht wurden darüber hinaus Geschlechterverhältnisse, Studienform (Vollzeit, Teilzeit, dual), Studiengänge und Fachbereiche.

Über Gisma University of Applied Sciences

Die Gisma University of Applied Sciences ist eine staatlich anerkannte private Hochschule mit Standorten in Potsdam und Berlin. Studierende und Lehrende aus mehr als 90 Nationen bringen globale Perspektiven in die Programme in Management, Leadership, Data Sciences, Künstliche Intelligenz und Software Engineering ein. Die Lehre verbindet akademische Forschung mit Praxiserfahrungen von Führungskräften und Unternehmer*innen. Ziel der Hochschule ist es, Studierende auf die Managementpraxis in einer komplexen, sich wandelnden Welt vorzubereiten und Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen.Die Gisma pflegt aktive Karrierepartnerschaften mit führenden Unternehmen wie Zalando, eBay, SAP sowie Amazon und ist Mitglied der SAP University Alliances. Pro Jahr trägt sie rund 126,5 Millionen Euro zur Wirtschaftsleistung in Berlin-Brandenburg bei (BSIS). Über 74 Prozent der Absolvent*innen bleiben in der Region, und mehr als 15 von Studierenden und Alumni gegründete Start-ups haben bislang über 120 Arbeitsplätze geschaffen.Im Jahr 2025 wurde die Gisma als eine von nur zwei Hochschulen in Deutschland mit dem renommierten BSIS Impact Label der EFMD ausgezeichnet, das ihre messbare gesellschaftliche, wirtschaftliche und akademische Wirkung bestätigt. Alle Studiengänge sind staatlich anerkannt und durch die FIBAA sowie den Akkreditierungsrat akkreditiert. Die Gisma ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Hochschuleinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden in Deutschland, Europa und weltweit. www.gisma.com | www.gusgermany.com

 
Julia Fiechtner
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