Berlin, 8. Januar 2026 – Die Zahl der Verspätungen und Flugausfälle hat sich im Vergleich zu den Vorjahren zwar verbessert, dennoch bleibt sie mit einer Quote von 25,7 Prozent europaweit hoch. Insgesamt waren in Europa im letzten Jahr rund 240,4 Millionen Passagiere von Flugproblemen betroffen, 27,6 Millionen davon in Deutschland. Zu den meisten Störungen kam es auch in diesem Jahr in den Sommermonaten: Mit 34,3 Prozent erreichte die Quote in Deutschland im Juli 2025 ihren Höchstwert. Für den Jahresrückblick hat das Travel-Tech-Unternehmen AirHelp (www.airhelp.de) die globalen Flugdaten von Januar bis Dezember 2025 ausgewertet.
Deutschland nicht mehr unter den Top 3 der Länder mit den meisten Verspätungen und Ausfällen
Passagiere mit Abflug in Portugal mussten im letzten Jahr starke Nerven beweisen: 35,6 Prozent aller Flugreisenden sind mit Verspätung gestartet oder waren von Flugausfällen betroffen. Auf dem zweiten Platz des Negativrankings liegt Griechenland mit 33,2 Prozent. Dicht dahinter folgt Frankreich mit 29,6 Prozent. Den vierten Platz belegt Malta mit 28,6 Prozent. Auf Platz fünf liegen die Niederlande mit 28,5 Prozent. Deutschland war im Vorjahr zusammen mit Portugal das Land mit den zweitmeisten Flugproblemen in Europa mit 34 Prozent. In diesem Jahr landet die Bundesrepublik mit einer Quote von 25,9 Prozent auf Platz elf des Negativrankings.
Die skandinavischen und baltischen Länder gehen – wie bereits im Vorjahr – als Sieger hervor: Die niedrigste Verspätungs- und Ausfallquote weist Norwegen mit 14,6 Prozent auf. Platz zwei und drei belegen Schweden und Estland mit 16,4 und 17,5 Prozent. Der vierte Platz geht an Dänemark mit 17,9 Prozent, dicht gefolgt von Litauen mit 18,6 Prozent.
Am pünktlichsten starteten Fluggäste aus Dresden, Weeze und Bremen
Mehr als jeder vierte Fluggast in Deutschland hatte mit Verspätungen zu kämpfen. Am unpünktlichsten war der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden: Hier sind 34,3 Prozent der Passagiere verspätet gestartet. Danach reihen sich der Flughafen Münster/Osnabrück und der Flughafen Saarbrücken mit Quoten von 31,9 und 30,7 Prozent ein. In Dresden (16,6 Prozent), Weeze (19,3 Prozent) und Bremen (20,1 Prozent) kam es anteilig zu den wenigsten Verspätungen in Deutschland.
Der Fraport, der größere der beiden Frankfurter Flughäfen, war 2025 für die Routen mit den meisten Verspätungen und Flugausfällen verantwortlich: Die Route mit den meisten verspäteten Passagieren ist die von Frankfurt nach Lagos in Nigeria, auf der 70,9 Prozent der Passagiere nicht pünktlich gestartet sind. Die Strecke mit den zweitmeisten Verspätungen war die von Frankfurt zum Bandaranaike International Airport in Sri Lanka mit 66,1 Prozent. Auf der Route von Frankfurt nach Bengaluru in Indien waren 61,7 Prozent aller Passagiere von Verspätungen betroffen. Zu den meisten Flugausfällen kam es auf den Routen von Frankfurt nach Chișinău in Moldau (16,5 Prozent), nach Beirut (acht Prozent) und Linz (sieben Prozent).
Das waren die beliebtesten Routen der Deutschen
Die Route mit den meisten Passagieren führte 2025 von Frankfurt nach London: Rund 845.000 Menschen sind auf der Strecke geflogen. Die Plätze zwei bis sieben der Routen mit den meisten Passagieren ab Deutschland sind Inlandsflüge zwischen Frankfurt, Berlin, München und Hamburg. Die erste Route, die weder nach Deutschland noch nach London ging, ist von Frankfurt nach Wien mit 701.000 Fluggästen auf Platz neun.
„Wir sehen einen positiven Trend, was die Verspätungsquote angeht: Während in den vergangenen drei Jahren immer rund ein Drittel aller Passagiere in Deutschland mit Verspätungen zu kämpfen hatte, hatte 2025 nur noch jeder vierte Fluggast Probleme mit seinen Flügen. Insgesamt hatten über eine Million Menschen in Deutschland im letzten Jahr Anrecht auf Entschädigung. Trotz dieser Verbesserungen ist der Anteil der betroffenen Passagiere in Europa mit rund 26 Prozent weiterhin hoch, sodass viele Reisende nach wie vor von Verspätungen und Annullierungen betroffen sind. Wir empfehlen daher allen Passagieren, im Falle einer Flugstörung unter airhelp.de zu prüfen, ob sie Anspruch auf Entschädigung haben“, sagt Tomasz Pawliszyn, CEO von AirHelp.
Den gesamten Report finden Sie hier: https://img.airhelp.com/Documents/Reports/disruption-2025/germany
Über die Untersuchung
Die Studie basiert auf den Flugdaten vom Zeitraum Januar bis Dezember 2025. Es wurde untersucht, wie viele Passagiere in Europa von Verspätungen und Flugausfällen betroffen waren. Die Anzahl der Passagiere und die Prozentangaben wurden gerundet. In der Analyse wurden nur Länder und Flughäfen berücksichtigt, in denen mindestens 500.000 bzw. 50.000 Passagiere gestartet sind. Bei der Analyse der Routen wurden nur Routen berücksichtigt, die mindestens 30.000 Passagiere genutzt haben. Für präzise sowie aussagekräftige Daten nutzt AirHelp eine Vielzahl von Quellen und kombiniert sie in einer globalen Flugdatenbank, um u. a. Deckungslücken in den Daten einiger Anbieter zu beseitigen. Die Anbieter werden nach der Qualität ihrer Daten priorisiert. Bei Datenkonflikten (z. B. unterschiedliche Ankunfts- oder Abflugzeiten) wird statt eines Durchschnitts die Quelle mit der höchsten Autorität verwendet.
Über AirHelp
AirHelp ist ein Unternehmen für Reisetechnologie, das sich mit Flugunterbrechungen befasst. Seit 2013 hat AirHelp Entschädigungen für über 2,5 Millionen Passagiere mit Flugverspätungen oder -annullierungen durchgesetzt. Über 8 Millionen Passagiere haben ihre Flüge mit AirHelp+ geschützt und unzählige weitere Millionen profitieren von den Informationen, die auf airhelp.com frei verfügbar sind.
#Die Nummer 1 für Flugentschädigungen weltweit
Mit einem Netzwerk von 50 Anwaltskanzleien in über 35 Ländern, innovativer künstlicher Intelligenz im Hintergrund und einem engagierten Team von über 400 AirHelpers macht AirHelp es jedem Reisenden in der EU, in Großbritannien und darüber hinaus leicht, bei Flugverspätungen und -annullierungen bis zu 600 Euro zu erhalten. Weitere Informationen über AirHelp finden Sie unter: https://www.airhelp.com