Berlin, 20. Mai 2020 – In Krisenzeiten ist vieles möglich: So können auch Epidemiologen zu Berühmtheiten werden. Welche Virologen und Gesundheitsminister aktuell die meisten Fans und Follower in sozialen Netzwerken haben, fanden Studierende der Berlin School of Business and Innovation (www.berlinsbi.com) heraus. Dafür ermittelten sie die führenden Mediziner und Gesundheitsminister in 20 der am stärksten von Covid-19 betroffenen Länder und untersuchten ihre Social Media-Präsenz auf Instagram, Twitter, Facebook und YouTube.
Der Twitter-Star unter den medizinischen Beratern in der Coronakrise ist der für seine kontroversen Thesen bekannte Didier Raoult mit rund 470.000 Fans. Für die Tweets des deutschen Virologen Christian Drosten interessieren sich über 335.000 Abonnenten. Auch der italienische Mediziner Roberto Burioni führt einen erfolgreichen Twitter-Kanal mit über 240.000 Fans.
Im Gegensatz zu den Ministern sind die untersuchten Virologen auf Instagram kaum vertreten: Lediglich der italienische Coroa-Experte Roberto Burioni (792 Abos), der Jaap van Dissel (56 Follower) aus den Niederlanden und der französische Arzt Didier Raoult (55 Follower) besitzen ein Profil auf der Foto-Plattform.
Die Videoplattform YouTube scheint für die untersuchten Gesundheitsexperten neu zu sein, dabei hat Indiens Minister Harsh Vardhan (4.000 Abos) den größten Kanal. Auch die Virologen sind hier wenig vertreten, beliebt ist jedoch Roberto Burionis Seite “Medical Facts” mit über 28.000 Abonnenten.
Die deutschen Corona-Berater im Check
Insgesamt favorisieren die deutschen Virologen und Mediziner eindeutig Twitter: Neben Christian Drosten haben Alexander Kekulé (über 63.000 Abos) und Hendrik Streeck (über 38.000 Abos) die größten Reichweiten. Letztere sind auch als einzige bei Facebook vertreten (Streeck: 23.684 Abos, Kekulé: 3.018 Abos). Hendrik Streeck kommuniziert außerdem mit rund 13.600 Fans über Instagram. Die führenden Virologinnen Marylyn Addo und Melanie Brinkmann nutzen ausschließlich Twitter (Addo: 315 Abos, Brinkmann: 218 Abos).
Alexander Zeitelhack, stellvertretender Dekan der BSBI, kommentiert:
“Fast über Nacht wurden Virologen und Epidemiologen zu regelrechten Stars und erhalten nun täglich große mediale Aufmerksamkeit. Den Gesundheitsministern galt diese Aufmerksamkeit zwar bereits vor der Pandemie, jedoch bestimmen ihre öffentlichen Entscheidungen und Handlungen nun unmittelbar unseren Alltag. Unsere Analyse zeigt: Die deutschen Vertreter nutzen zwar soziale Netzwerke, die Nase vor haben aber andere.”
Die gesamte Untersuchung inkl. Grafiken finden Sie hier:
https://berlinsbi.com/de/newsroom/pressemitteilungen/
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