Berlin, 16. Juni 2026 – Baden-Württemberg ist das innovativste Bundesland Deutschlands. Dies hat eine aktuelle Untersuchung der BSBI School of Business and Innovation ergeben. Mithilfe eines Punktesystems wurden die Anzahl der Start-up-Neugründungen und die Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner:innen untersucht. Zusätzlich wurden die Koalitionsverträge hinsichtlich ihrer Innovationspriorisierung mithilfe einer Stichwortsuche analysiert. Das Ergebnis zeigt ein klares Süd-Nord-Gefälle: Baden-Württemberg sichert sich mit einem Durchschnittswert von 2,33 Punkten den Spitzenplatz.
Süddeutschland dominiert bei Patenten und Technik
Mit einem Bestwert bei den Patentanmeldungen (135 je 100.000 Einwohner:innen) und einer starken politischen Verankerung im Koalitionsvertrag setzt sich Baden-Württemberg an die Spitze. Bei den Start-up-Neugründungen landet das Bundesland auf Platz fünf (4 Neugründungen auf 100.000 Einwohner:innen). Auf dem zweiten Platz setzt sich Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamtbewertung von 4,7 Punkten, rund 4 Start-up-Neugründungen, sowie 32 Patentanmeldungen auf 100.000 Einwohner:innen durch. In den Koalitionsverträgen werden hier Begriffe wie „Innovation“ oder „Digitalisierung“ durchschnittlich einmal pro Seite erwähnt. Platz drei belegt Hamburg mit fünf Punkten. Hier finden sich überdurchschnittlich viele Start-up-Neugründungen (11 je 10.000 Einwohner). Hessen folgt auf Platz vier mit 5,3 Punkten in der Gesamtwertung. Bayern punktet mit einer hohen Dichte an Start-ups (rund 6 je 100.000 Einwohner:innen), belegt bei den Patenten den zweiten Platz (95 Patente auf 100.000 Einwohner:innen) und landet im Gesamtranking auf Platz fünf.
Berlin ist Start-up-Hauptstadt, verliert aber bei Patenten
Während die südlichen Bundesländer bei Innovationen im Bereich Technik dominieren, ist Berlin das Zentrum für Gründer:innen: Mit knapp 17 Start-ups je 100.000 Einwohner:innen liegt die Hauptstadt an der Spitze dieser Kategorie. Im Gesamtranking ist das Platz sieben (9,33 Punkte), da Berlin bei den Patentanmeldungen (Platz 12) und dem Fokus der Innovationsstrategie in den politischen Dokumenten (Platz 15) vergleichsweise hinterherhinkt. Ähnlich sieht es in den Stadtstaaten Hamburg (Platz vier) und Bremen (Platz elf) aus, die zwar dynamische Gründerszenen aufweisen, aber bei der industrienahen Patententwicklung weniger stark abschneiden als die Flächenländer.
Nachholbedarf im Nordosten
Am unteren Ende des Rankings befinden sich die ostdeutschen Bundesländer sowie das Saarland. Mecklenburg-Vorpommern belegt mit einem Durchschnittswert von 14,67 den letzten Platz (Platz 16). Mit einer Start-up-Gründung und sieben Patenten je 100.000 Einwohner:innen besteht hier das größte Potenzial für strukturelle Verbesserungen. Auch Brandenburg (Platz 15) und Sachsen-Anhalt (Platz 14) zeigen deutliche Unterschiede zu den Innovationszentren im Süden und Westen.
„Baden-Württemberg und Bayern bilden weiterhin das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands – hier trifft technisches Know-how auf die nötigen Rahmenbedingungen“, kommentiert Professor Dr. Kyriakos Kouveliotis, akademischer Leiter der Wirtschaftsschule BSBI. „Spannend ist jedoch die Rolle Berlins: Die Stadt ist zwar die Geburtsstätte neuer Geschäftsmodelle, doch die langfristige Sicherung durch Patente findet eher in den industriellen Zentren statt. Für eine ausgeglichenere wirtschaftliche Entwicklung und die Redynamisierung von Deutschland als Wirtschaftsstandort müssen wir Wege finden, den Gründerspirit der Metropolen mit der Patentstärke der Flächenländer zu verknüpfen.“
Hier finden Sie die Daten grafisch aufbereitet.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Wirtschaftsschule.
Über die Untersuchung
Für das Innovations-Ranking 2026 wurden drei zentrale Indikatoren für alle 16 Bundesländer untersucht: Die Anzahl der Start-up-Neugründungen pro 100.000 Einwohner:innen (Stand 31.12.2024), die Anzahl der Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner:innen sowie eine qualitative Textanalyse der aktuellen Koalitionsverträge (Trefferquote relevanter Innovationsbegriffe je Gesamtseitenzahl). Aus den Platzierungen in diesen drei Kategorien wurde ein Durchschnittswert gebildet, wobei ein niedrigerer Wert eine höhere Innovationskraft signalisiert.
Die BSBI School of Business and Innovation ist eine globale Bildungsinstitution, mit Standorten in Berlin, Hamburg, Paris, Barcelona und Madrid. Seit 2018 bildet die BSBI zukünftige Führungskräfte in der Wirtschaft aus und bietet berufsorientierte englischsprachige Bachelor-, Master- und Doktoratsstudiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft, Marketing, Finanzen, IT, Informatik, Tourismus sowie Veranstaltungsmanagement im Gastgewerbe an.
Die BSBI verbindet traditionelle Lehrmethoden mit flexiblem, praxisorientiertem Lernen, um mehr als 6.500 Studierende aus 114 Ländern optimal auf den globalen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Als Erasmus+-Organisation fördert die Institution internationale Zusammenarbeit und kooperiert mit renommierten akademischen Einrichtungen.
Ihre Exzellenz wurde durch Auszeichnungen wie den AMBA/BGA Best Innovation Strategy Award (2025) und den Highly Commended Best Lifelong Learning Initiative (2026) anerkannt. Zudem erhielt die BSBI den PRME Champions 2026–2027, den Bronze Award für Blended and Presence Learning (QS Reimagine Education Awards 2024) sowie den Outstanding Organisation Award (Education 2.0 Conference in Dubai).
Die BSBI erhielt zudem Bestnoten im QS Stars-Ranking: 5 Sterne in den Kategorien „Beschäftigungsfähigkeit“ und „Online-Lernen“ sowie eine Gesamtbewertung von 4 Sternen („Sehr gut“), was ihr Engagement für akademische Exzellenz und praxisorientierte Ausbildung widerspiegelt.
Die BSBI ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem dynamischen Netzwerk von Bildungseinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Weitere Informationen und Pressemitteilungen finden sich im BSBI Newsroom.
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