Tonka

Credit: Trnava University
Köln, 23. Januar 2026

Klausurenphase in deutschen Hochschulstädten: In vielen Städten teilen sich Hunderte Studierende einen Platz

Auf einen Blick

  • Die Buchungssoftware-Anbieter anny hat die Anzahl der Lernplätze in zentralen Bibliotheken von zehn großen deutschen Hochschulstädten analysiert und ins Verhältnis zur jeweiligen Studierendenzahl gesetzt
  • Selbst Städte mit vielen Bibliotheken und Lernplätzen wie Berlin oder München stoßen in der Klausurenphase an ihre Grenzen, weil hohe Studierendenzahlen die Kapazitäten schnell aufzehren.
  • Insgesamt wurden 31.250 Lernplätze in 149 Bibliotheken erfasst, die Zahlen zeigen, dass der Platzmangel kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem ist

Köln, 23. Januar 2026 – Für viele Studierende in Deutschland läuft aktuell die Klausurenphase. In zahlreichen Hochschulstädten ist bereits die Suche nach einem freien Lernplatz in Bibliotheken eine Herausforderung. Eine aktuelle Auswertung von anny (www.anny.co) zeigt: Das Verhältnis von Lernplätzen zu Studierenden ist in deutschen Hochschulstädten sehr unterschiedlich, und vielerorts angespannt.

Große Unterschiede beim Verhältnis von Lernplätzen zu Studierenden
Für die Analyse wurden Lernplätze in zentralen Bibliotheken von zehn großen Hochschulstädten erfasst und ins Verhältnis zur jeweiligen Studierendenzahl gesetzt. Insgesamt wurden 31.250 Lernplätze in 149 Bibliotheken ausgewertet.
Besonders niedrig ist das Angebot in Aachen mit 1,25 Lernplätzen pro 100 Studierende. Auch Bochum (1,60) und Köln (1,63) liegen deutlich unter zwei Lernplätzen pro 100 Studierende. Stuttgart (2,63), Düsseldorf (3,39) und München (3,88) liegen im Mittelfeld und erreichen zwar höhere Werte, bleiben jedoch ebenfalls klar unter fünf Lernplätzen pro 100 Studierende.
Deutlich besser ist die Situation in Frankfurt am Main mit 4,15 Lernplätzen pro 100 Studierende sowie in Berlin (4,37). Die höchsten Werte verzeichnen Münster mit 5,67 Lernplätzen pro 100 Studierende und Hamburg mit 5,02. Dennoch zeigt auch hier der Vergleich: Selbst in besser ausgestatteten Städten ist das Lernplatzangebot begrenzt, wenn viele Studierende gleichzeitig lernen.

Viele Studierende, viele Bibliotheken – trotzdem Engpässe
Der Druck entsteht vor allem dort, wo hohe Studierendenzahlen auf begrenzte Lernplatzkapazitäten treffen. Berlin zählt mit rund 200.339 Studierenden die meisten Studierenden im Vergleich und verfügt zugleich über die meisten erfassten Lernplätze (8.757 Plätze in 35 Bibliotheken). München folgt mit 5.299 Lernplätzen in 26 Bibliotheken bei 136.538 Studierenden, Hamburg mit 4.872 Lernplätzen in 30 Bibliotheken bei 97.043 Studierenden.
Die Zahlen zeigen: Hohe absolute Platz- und Bibliothekszahlen allein verhindern keine Engpässe. Entscheidend ist, wie Lernplätze organisiert, verteilt und zugänglich gemacht werden.

Ohne Transparenz wird Platzsuche zum Stressfaktor 
Was die Situation zusätzlich verschärft: In den meisten Bibliotheken gibt es bislang keine verbindlichen Buchungs- und Auslastungssysteme für Lernplätze. Studierende erfahren oft erst vor Ort, ob Plätze verfügbar sind. Gleichzeitig fehlt Einrichtungen eine transparente Übersicht darüber, wie stark einzelne Bereiche tatsächlich genutzt werden. In Phasen mit hoher Nachfrage, wie der Klausurenzeit, führt das zu unnötigen Wegen, ungleichmäßiger Auslastung und zusätzlich organisatorischem Aufwand. 

„Gerade in Klausurenphasen ist eine verlässliche Planung entscheidend. Studierende sollten nicht erst vor Ort erfahren, dass alle Plätze belegt sind“, sagt Lucian Holtwiesche, Geschäftsführer und Co-Founder bei anny. „Transparente Auslastungsanzeigen und Buchungsoptionen schaffen Planungssicherheit und entlasten Bibliotheken wie Studierende gleichermaßen. Digitale Lösungen können helfen, vorhandene Lernplätze fairer zu verteilen und effizienter zu nutzen, damit Lernen nicht schon bei der Anfahrt scheitert.“

Weitere Informationen finden Sie hier: https://anny.co/blog/klausurenphase-in-deutschen-hochschulst%C3%A4dten-in-vielen-st%C3%A4dten-teilen-sich-hunderte-studierende-einen-platz 

Über die Untersuchung
Für die Analyse hat anny die Anzahl der festen Lernplätze in öffentlich zugänglichen Hochschul- und Universitätsbibliotheken in zehn deutschen Hochschulstädten ausgewertet und ins Verhältnis zur jeweiligen Studierendenzahl gesetzt. Berücksichtigt wurden zentrale Bibliotheksstandorte mit dauerhaft ausgewiesenen Lernplätzen. Die Studierendenzahlen basieren auf öffentlich zugänglichen Hochschulstatistiken.
Nicht einbezogen wurden temporär oder provisorisch geschaffene Lernplätze, etwa zusätzliche Lernräume außerhalb von Bibliotheken, wie sie beispielsweise in einzelnen Städten oder Hochschulen während der Klausurenphase eingerichtet werden. Ebenso konnten dezentral organisierte Fakultätsstandorte, wie etwa an der Universität Hamburg, wo Lern- und Bibliotheksangebote je nach Fakultät auf unterschiedliche Standorte verteilt und teils nur eingeschränkt zugänglich sind, nur begrenzt berücksichtigt werden, da hierzu keine einheitlich verfügbaren oder vergleichbaren Sitzplatzangaben vorliegen.
Die Auswertung bildet daher eine Momentaufnahme der strukturellen Bibliothekskapazitäten ab. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller vorhandenen Lernmöglichkeiten, sondern folgt bewusst einer einheitlichen und vergleichbaren Berechnungsgrundlage. Die Analyse geht davon aus, dass sich das Lernplatzangebot in Bibliotheken als zentralem Lernort proportional zur allgemeinen Versorgungssituation in den jeweiligen Hochschulstädten verhält. Aussagen zur tatsächlichen Auslastung einzelner Bibliotheken oder zu bestimmten Tageszeiten sind auf Basis der Daten nicht möglich.

Über Anny

anny ist ein All-in-One-Buchungssystem für die digitale Organisation von Arbeits-, Lern- und Begegnungsräumen. Die Software ermöglicht die transparente Buchung und Verwaltung von Ressourcen wie Arbeitsplätzen, Räumen, Events oder Terminen, inklusive Auslastungsanzeigen, Wartelisten, Kalender-Synchronisation und integrierter Zahlungsabwicklung.Organisationen nutzen anny, um knappe Kapazitäten fair und planbar zu vergeben, Prozesse zu vereinfachen und Auslastung effizient zu steuern. Zum Einsatz kommt die Lösung unter anderem bei Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen, Coworking Spaces, Event- und Bildungsanbietern sowie bei Universitäten, Bibliotheken und öffentlichen Einrichtungen.anny ist webbasiert, mobil nutzbar und lässt sich unter anderem in gängige Kalender- und IT-Systeme integrieren. Ziel ist es, Buchungsprozesse zu vereinfachen, für Betreiber wie für Nutzer:innen, und unnötigen organisatorischen Aufwand zu reduzieren.

 
Julia Fiechtner
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