Tonka

Credit: XRP Relic
Berlin, 19. Dezember 2025

Hoffnung für die Cannabisbranche: SPD, Grüne und Linke sprechen sich für Telemedizin bei der Verschreibung von Cannabis aus

Berlin, 19. Dezember 2025 – Gestern wurden die geplanten Änderungen für das MedCanG im Bundestag besprochen. Während Bundesgesundheitsministerin Nina Warken an den starken Einschränkungen für Cannabis-Patient:innen festhält, fordern die SPD, Grüne und Linke, dass der Einsatz von Telemedizin auch bei der Verschreibung von Cannabis erlaubt bleibt. Philip Schetter, CEO des Cannabisunternehmens Cantourage, erklärt in dem nachfolgenden Statement, wieso das Verbot von Telemedizin und Versandhandel die Versorgung schwerkranker Patient:innen gefährdet, nur um Freizeitkonsument:innen zu bestrafen.

Die geplante Verschärfung des Gesetzes trifft die Falschen
„Die Parteien sind sich einig: Der Missbrauch von medizinischem Cannabis muss eingedämmt werden. Auch wir als Cannabisunternehmen setzen uns dafür ein, dass nur Patient:innen, die auf die Versorgung mit medizinischem Cannabis angewiesen sind, den Zugang dazu erhalten sollen. Aber wie auch die SPD, die Grüne und die Linke gestern Abend erklärt haben, wird ein Verbot von Telemedizin und Versandhandel vor allem Patient:innen treffen, die keine Ärzt:innen und Apotheken in ihrer Umgebung haben, die Cannabis verschreiben bzw. verkaufen.

Natürlich muss der medizinische Einsatz von Cannabis verantwortungsvoll erfolgen – niemand will Rezepte per Klick ohne Kontrolle und auch Rabattaktionen bei Cannabisprodukten sind falsch. Frau Warken ignoriert mit der Gesetzesänderung aber völlig, dass es einerseits auch Telemedizinplattformen gibt, bei denen bereits ein Arzt-Patienten-Kontakt verpflichtend stattfindet, wie bei der Telecan, und dass andererseits auch schon vor der Legalisierung des Freizeitmarkts viele Patient:innen aus unterschiedlichen Gründen Telemedizin genutzt haben.”

Niedrige Zahl an Kassenrezepten ist kein Beweis für Missbrauch
„Frau Warken brachte gestern die niedrige Anzahl an Kassenrezepten als Beweis für den Missbrauch von Telemedizin an. Das zeigt, wie wenig sie sich mit der Realität von Cannabis-Patient:innen auseinandersetzt.  Obwohl medizinisches Cannabis seit 2017 erlaubt ist, scheuen sich aus Unkenntnis oder Unsicherheit immer noch viele Ärzt:innen vor der Verschreibung, sodass auf Cannabis spezialisierte Plattformen für viele Patient:innen die einzige Möglichkeit sind, an ein Rezept zu kommen – das war auch schon vor der Legalisierung des Freizeitkonsums so. Zudem ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse mit einem enormen bürokratischen Aufwand verbunden und erfordert die Erfüllung vieler Voraussetzungen, für die es schwerkranken Patient:innen oft einfach an Energie fehlt.

Darüber hinaus gibt es in ländlichen Regionen und in einigen Bundesländern bislang nur wenige Apotheken, die Cannabis verkaufen. So ist auch der Versandhandel für viele Patient:innen der einzige Weg, ihre Medizin zu erhalten.”

Cantourage fordert eine praxisnahe Reform statt Symbolpolitik
„Wie auch die SPD, die Grüne und die Linke gestern richtig festgestellt haben: Telemedizinische Gespräche zwischen Ärzt:innen und Patient:innen sind heute ein etablierter Bestandteil moderner Versorgung – nicht nur bei Cannabis. Dass Frau Warken Telemedizin aber nur bei Cannabis und nicht auch bei anderen Medikamenten verbieten möchte, zeigt deutlich, dass bei dem neuen Gesetz nicht das Wohlbefinden von Patient:innen, sondern einzig und allein die Bestrafung von Menschen, die Cannabis konsumieren. Cannabis passt nicht in das Stadtbild der CDU, unabhängig davon, welchen Nutzen es für die Gesellschaft hat.

Wenn das Bundesgesundheitsministerium den angeblichen Missbrauch eindämmen möchte, ohne gleichzeitig den Schwarzmarkt zu stärken, sollte es nicht den einzigen funktionierenden legalen Markt einschränken, sondern legale Bezugsmöglichkeiten fördern. Dafür müssten den Cannabis Social Clubs die bürokratischen Hürden genommen und Fachgeschäfte etabliert werden. Ein verpflichtender Arzt-Patienten-Kontakt ist aus unserer Sicht ebenfalls sinnvoll, dieser sollte aber genauso gut online stattfinden dürfen.

Wir appellieren an die Politik, die Realität des Marktes und die Bedürfnisse der Patient:innen anzuerkennen. Deutschland braucht eine faktenbasierte Cannabispolitik – keine Symbolpolitik auf Kosten der Kranken.“

Über Philip Schetter
Philip Schetter ist bereits seit 2018 in der Medizinalcannabis-Branche tätig. Zunächst noch als Verantwortlicher für den Bau von Produktionsstätten für das Cannabis-Unternehmen Aurora Deutschland GmbH – u. a. Bau der Produktionsstätte in Deutschland nach gewonnener Ausschreibung. Anschließend als Geschäftsführer von Aurora Europe GmbH und damit verantwortlich für den Aufbau verschiedener Ländergesellschaften und den Vertrieb von Cannabis in elf EU-Ländern. Das neuartige Operating Model der Cantourage GmbH sowie die Chance, mit dem erfahrenen Gründerteam, welches u. a. verantwortlich für den Aufbau einer der ersten auf Cannabis spezialisierten Großhändler Europas ist, zusammenzuarbeiten, überzeugten Philip 2021 zu Cantourage zu wechseln. Zuerst war er dort als Geschäftsführer tätig, seit 2022 ist er CEO der Cantourage Group SE.

Über Cantourage

Cantourage ist ein führendes europäisches Unternehmen für die Herstellung und den Vertrieb von Medizinpräparaten und Arzneimitteln auf Basis von Cannabis. Das in Berlin ansässige Unternehmen wurde 2019 von Norman Ruchholtz, Dr. Florian Holzapfel und Patrick Hoffmann gegründet. Mit einem erfahrenen Managementteam und seiner „Fast Track Access“-Plattform ermöglicht Cantourage Produzent:innen aus aller Welt, schneller, leichter und kosteneffizienter Teil des wachsenden europäischen Marktes für medizinisches Cannabis zu werden.

Cantourage verarbeitet das Cannabis-Rohmaterial sowie Cannabis-Extrakte der internationalen Produzenten und vertreibt sie in Europa. Dabei stellt das Unternehmen stets die Einhaltung der höchsten europäischen pharmazeutischen Qualitätsstandards sicher. Das Sortiment umfasst getrocknete Blüten, Extrakte, Dronabinol und Cannabidiol. Cantourage wurde am 11. November 2022 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und wird unter dem Börsenkürzel „HIGH“ geführt.

 
Pia Senkel
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